FineArt-Papier aus Hanf

Papier aus Hanf

Die Papierherstellerin Hahnemühle hat im vergangenen Oktober zwei neue Papiersorten eingeführt Die beiden Papiere «Agave» (Sisal) und «Hemp» (Hanf) gehören zum Digital-FineArt-Sortiment und sind dort Teil der Natural Line, deren Papiere aus natürlichen und nachhaltigen Rohstoffen hergestellt werden. 

Die Pflanzen, aus denen die benötigten Zellstoffe gewonnen werden, sind schnellwachsend, benötigen keine Pestizide und wenig Wasser beim Anbau und schonen so die Ressourcen. 

Bislang gab es das «Bamboo»-Papier aus Bambus, nun kamen die beiden neuen Papiere aus Sisal- bzw. Hanffasern dazu. Beide Papiere sind weiss ohne optische Aufheller und werden als Blattware sowie als Rollen in verschiedenen Formaten bzw. Grössen angeboten.

Das Hahnemühle Hemp (290g/m2) ist aus 60 Prozent Hanffasern und 40 Prozent Baumwolle gefertigt.

fotointern.ch, 14. Oktober 2020

blog Hahnemühle, 29. Oktober 2019

Erste Forderungen und Positionierungen für die deutsche Cannabiswirtschaft

Erste Forderungen und Positionierungen für die deutsche Cannabiswirtschaft

Der im Dezember 2019 neu gegründete Branchenverband Cannabiswirtschaft (BvCW)  hat dieser Tage die ersten Forderungen und Positionierungen für die deutsche Cannabiswirtschaft besprochen.

Unter die Fachbereiche fallen Medizinal-Cannabis, Nutzhanf, Hanf-Lebensmittel, CBD & andere Cannabinoide sowie Technik, Handel & Dienstleistungen. Zentrum der Forderungen, so der rührige Verband, ist die Etablierung eines innovativen und nachhaltigen Marktes für Cannabis-Produkte auf Basis von Produktqualität, Verbraucherschutz und der Einhaltung und Beachtung zu schaffender Qualitätsstandards. Nach der ersten Vorstandssitzung ist BvCW zuversichtlich, viele Regulierungsfragen mit Administrationen, der Legislative und Marktteilnehmern zu klären, so der Präsident der Cannabiswirtschaft, Dr. Stefan Meyer.

Pressemitteilung BvCW

Canopy Growth übernimmt Storz & Bickel

Canopy Growth übernimmt Storz & Bickel

Presseportal, 6.12.2018

Transaktion vereint den globalen Innovationsführer von Vaporisatoren mit dem weltweit führenden Cannabisunternehmen 

Smiths Falls/Kanada, Frankfurt, 6. Dezember 2018

Die Canopy Growth Corporation erwirbt im Rahmen einer Bargeldtransaktion alle Anteile der Storz & Bickel GmbH & Co. KG und übernimmt damit den weltweit führenden Anbieter von Vaporisatoren (Verdampfer) für die Inhalation von Cannabinoiden. Der Kaufpreis beträgt etwa 145 Mio. Euro. Mit der Übernahme strebt Canopy Growth eine Führungsrolle im Markt für Vaporisatoren an und baut seine Präsenz in Europa aus. Die beiden Gründer, Markus Storz und Jürgen Bickel, werden die Entwicklung des Vaporisator-Geschäfts künftig in Führungspositionen unter dem Dach von Canopy Growth vorantreiben. Für die Weiterbeschäftigung der aktuellen Belegschaft wird garantiert.

Storz & Bickel mit Sitz in Tuttlingen ist ein Pionier in seiner Branche und weltweit einziger Hersteller zertifizierter Vaporisatoren, insbesondere des Volcano Medic und des Mighty Medic. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer automatisierten und international zertifizierten Fabrik entwickelt. Storz & Bickel hält 17 Patente, arbeitet nach DIN EN ISO 13485 und erfüllt damit alle Anforderungen zur Herstellung von medizinischen Produkten. Die Geräte des Unternehmens sind in Deutschland erstattungsfähig. Derzeit beschäftigt Storz & Bickel 95 Mitarbeiter und vertreibt Geräte in mehr als 50 Märkte weltweit.

Der Zusammenschluss mit Canopy Growth ermöglicht uns den nächsten wichtigen Entwicklungsschritt. Der Zugang zu umfangreichen Testlabors sowie zu pharmazeutischem und medizinisch-wissenschaftlichem Know-how eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Produktentwicklung“, sagt Jürgen Bickel, geschäftsführender Gesellschafter bei Storz & Bickel. „Ich freue mich darauf, diese Entwicklung führend mitzugestalten und voranzutreiben. Davon werden nicht nur Kunden weltweit, sondern auch der Standort in Tuttlingen und unsere Mitarbeiter profitieren, denn der Zusammenschuss bringt neue Wachstumsstrategien und internationale Expansionsmöglichkeiten mit sich.“

Mit der Übernahme stärkt Canopy Growth seine europäischen Aktivitäten mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Dort ist auch das deutsche Tochterunternehmen Spektrum Cannabis GmbH angesiedelt, das medizinisches Cannabis aus Kanada importiert und an rund 2000 Apotheken in Deutschland und anderen europäischen Märkten distribuiert. Spektrum Cannabis ist GMP-zertifiziert, verfügt über die bisher einzige Herstellerlizenz in Deutschland und operiert unter entsprechend strengen Richtlinien. „Die Übernahme von Storz & Bickel hat herausragende Bedeutung für uns“, sagt Bruce Linton, Chairman von Canopy Growth. „Sie entwickeln die leistungsstärksten, hochwertigsten und angesehensten Produkte im globalen Markt und werden unsere bestehenden Aktivitäten in diesem Bereich deutlich beschleunigen. Die Zusammenführung des Know-hows beider Unternehmen wird neue Produkte ermöglichen, die Maßstäbe in Bezug auf Qualität, Funktionalität und Verbrauchersicherheit setzen werden.“

Über Canopy Growth Corporation

Canopy Growth, kanadische Muttergesellschaft von Spektrum Cannabis, baut in hochmodernen, GMP-zertifizierten Gewächshäusern Cannabisblüten an und ist der weltweit größte Hersteller und Vertreiber von medizinischem Cannabis. Durch standardisierten Anbau und Ernte wird die nachhaltige Versorgung von Patienten mit qualitativ hochwertigem medizinischem Cannabis gewährleistet. Außerdem unterstützt das Cannabisunternehmen innovative Forschung, um die Basis an klinischen Studienergebnissen kontinuierlich zu erweitern. Canopy Growth teilt seine fachliche Expertise mit praktizierenden Ärzten und Apothekern und setzt sich von seinem Hauptsitz im kanadischen Smith Falls und seiner Europazentrale in Frankfurt am Main weltweit für die Akzeptanz von Cannabis ein.

Presseportal, 6.12.2018

Milliardeneinnahmen durch legales Cannabis

Milliardeneinnahmen durch legales Cannabis

In Kanada gibt es ab Mitte Oktober legales Cannabis zu kaufen. Was würde eine Freigabe für die deutsche Volkswirtschaft bedeuten? Einer Studie zufolge könnte die Staatskasse ein Milliardenplus verbuchen.

Justin Trudeau – der kanadische Premierminister ist Meister der Selbstinszenierung, Politpopstar und, spätestens seitdem er jüngst eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen umsetzte, auch Held der Kiffer. Ab Mitte Oktober wird es in Kanada legales Cannabis zu kaufen geben, alle Volljährigen dürfen dann straffrei kleinere Mengen davon besitzen und konsumieren. Auch der Anbau von bis zu vier Cannabispflanzen ist dann legal. Die letzte parlamentarische Hürde dafür wurde im Juni überwunden. Kanada ist die erste G7-Nation, die diesen Schritt geht und sich mit Uruguay, Südafrika und insgesamt neun US-Bundesstaaten in eine Reihe stellt. Sie alle verabschiedeten sich in den vergangenen sechs Jahren von der Cannabis-Prohibition.

Das Thema Cannabis beschäftigt auch in Deutschland viele Menschen. Knapp 80.000 Bundesbürger unterzeichneten im vergangenen Jahr eine Initiative zur Legalisierung – unter insgesamt 11.000 Bürgeranliegen die mit Abstand erfolgreichste Petition 2017.

Wie sehr Deutschland finanziell davon profitieren könnte, Cannabis zu legalisieren, ermittelt derzeit Justus Haucap, Ökonom an der Universität Düsseldorf und ehemaliger Vorsitzender der Monopolkommission. Für den Deutschen Hanfverband (DHV) fertigt er die erste breitangelegte deutsche Cannabis-Studie an.

Es geht grundsätzlich um drei Felder, die dem hiesigen Fiskus im Falle einer Cannabisfreigabe Geld in die Kassen spülen würden:

  • Steuereinnahmen,
  • wegfallende Repressionskosten
  • und ein lukrativer Wirtschaftszweig, der aus dem ohnehin schon florierenden Schwarzmarkt entstünde.

Im November sollen die Studienergebnisse veröffentlicht werden, im Gespräch nennt Haucap aber schon jetzt zentrale Erkenntnisse.

Zitat aus dem Artikel von Felix Sommerfeld in Spiegel online, 24.9.2018

Deutsche Börse beendet Handel mit Cannabis-Aktien

Deutsche Börse beendet Handel mit Cannabis-Aktien

Für manchen waren es aussichtsreiche Papiere: Anleger können nur noch bis Ende September an der Deutschen Börse mit Cannabis-Aktien handeln. Der Grund dafür befindet sich in Luxemburg.

Die Deutsche Börse wird den Handel mit Cannabis-Aktien einstellen. Ihre für Wertpapierabwicklung und -verwahrung zuständige Tochtergesellschaft Clearstream wird die Titel von Unternehmen, die Cannabis produzieren, vom 28. September an vom Handel aussetzen. Grund ist eine neue Vorgabe aus Luxemburg, wie die dort ansässige Clearstream bekanntgab. Die dortige Börsenaufsicht CSSF hat den Handel mit Cannabis-Aktien als illegal eingestuft. In Luxemburg ist der Besitz und Konsum von Cannabis-Produkten wie zum Beispiel Marihuana (Gras) oder Haschisch verboten.

Die Einstellung des Aktienhandels betrifft 145 Unternehmen. Darunter befinden sich auch Hersteller, die sich auf medizinisches Cannabis konzentrieren. Jedoch muss der Schwerpunkt des Geschäfts der Unternehmen auf Cannabis liegen. Pharmakonzerne, die Medikamente mit Cannabis herstellen, zählen nicht dazu. Eingestellt wird der Handel mit Aktien unter anderem von Aphria, Aurora Cannabis, Canopy Growth, Emerald Health Therpautics, Marapharm oder Notis Global.

Vor allem in Kanada, wo Cannabis nun freigeben wird, hat die Kursentwicklung dieser Aktien für Aufsehen gesorgt. So hat der Titel von Canopy in diesem Jahr fast 40 Prozent an Wert gewonnen. Dagegen ist der Aktienkurs von Aphria um 30 Prozent gefallen. Beide Unternehmen haben sich auf medizinisches Cannabis konzentriert. Canopy hat einen Börsenwert von umgerechnet 5,3 Milliarden Euro, Aphria von 1,7 Milliarden Euro.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.6.2018

Medizinischer Vaporizer

Advertorial / Firmen- und Produktporträt

Medizinischer Vaporizer

VOLCANO MEDIC
Mit dem VOLCANO MEDIC wurde das medizinische Inhalieren von Cannabis revolutioniert

Die schwäbische Firma STORZ & BICKEL ist der weltweit erste Hersteller von medizinischen Cannabisinhalatoren, die vom Arzt als Heilmittel verschrieben werden können. 

Mit dem VOLCANO, einem mittlerweile international bekannten Tischverdampfer mit Ballonaufsatz, revolutionierte Markus Storz das Inhalieren von Cannabis. Durch diesen Vaporizer hatte der Anwender nun die Möglichkeit ausschließlich den Dampf der Kräuter ohne schädliche Verbrennung zu inhalieren. 

Die Anfänge liegen im Jahre 1996: Als Ein-Mann-Betrieb entwickelt der Pionier Markus Storz in Tuttlingen einen Verdampfer, der mithilfe eines Ballons die Dämpfe von Kräutern aufnimmt, damit diese anschließend gesundheitsschonend inhaliert werden können. 1998 werden der abnehmbare Ballon und das Heizelement zum Patent angemeldet. Internationale Patentanmeldungen folgen. Im Jahr 2000 kommen die ersten VOLCANO Verdampfer auf den Markt. Die Fachwelt ist begeistert: Es handelt sich um den ersten umfassend guten Kräuterverdampfer. Wissenschaftler beginnen mit Studien zur Verdampfung, bis heute ist der VOLCANO der bevorzugte Vaporizer für wissenschaftliche Studien.

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Kein Med-Hanf in Deutschland

Kein Med-Hanf in Deutschland

Ab 2019 will die Regierung den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland erlauben. In Indoor-Plantagen soll künftig regionaler Hanf „made in Germany“ geerntet werden. Zahlreiche Pioniere stehen in den Startlöchern. Investoren und Firmen wie die eigens gegründete Canyon GmbH wittern bereits das Geschäft der Zukunft.

Daraus wird zunächst nichts: Um in Deutschland zukünftig Cannabis anbauen zu dürfen, mussten sich interessierte Unternehmen 2017 beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bewerben und an einer Ausschreibung teilnehmen. Einige der mehr als 100 Bewerber wurden daraufhin zur Angebotsabgabe aufgefordert.

Gegen das Bewerbungsverfahren der BfArM-Cannabisagentur haben allerdings vier Bietergemeinschaften geklagt. Grund: Die Agentur hatte relativ spät im laufenden Bewerbungsverfahren dreijährige Erfahrungen mit dem Anbau, der Verarbeitung und der Lieferung von Arzneipflanzen verlangt.

Das Oberlandesgericht (OLG) gab den Klägern nun Recht, weil es den Gleichbehandlungsgrundsatz im Ausschreibungsverfahren verletzt sah. Das macht die Ausschreibung hinfällig.
Zu einem deutschen Cannabis-Anbau wird es daher 2019 wohl nicht kommen. Medizinalhanf wächst also bis auf Weiteres vor allem in den Niederlanden und Kanada.

topagrar online, 1.5.2018

Pharma-Riese steigt ins Cannabis Geschäft ein

Pharma-Riese steigt ins Cannabis-Geschäft ein

Erstmals kooperiert ein Pharmaunternehmen mit einem Hersteller von Cannabis-Produkten. Novartis und das kanadische Unternehmen Tilray wollen gemeinsam neue Hanfsorten entwickeln. Medizinisches Cannabis ist in Kanada bereits seit Jahren zugelassen. In Deutschland ist das Medizinalhanf seit März vergangenen Jahres legal; Tausende Patienten wurden inzwischen damit behandelt.

WirtschaftsWoche, 18.3.2018