Canopy Growth übernimmt Storz & Bickel

Canopy Growth übernimmt Storz & Bickel

Presseportal, 6.12.2018

Transaktion vereint den globalen Innovationsführer von Vaporisatoren mit dem weltweit führenden Cannabisunternehmen 

Smiths Falls/Kanada, Frankfurt, 6. Dezember 2018

Die Canopy Growth Corporation erwirbt im Rahmen einer Bargeldtransaktion alle Anteile der Storz & Bickel GmbH & Co. KG und übernimmt damit den weltweit führenden Anbieter von Vaporisatoren (Verdampfer) für die Inhalation von Cannabinoiden. Der Kaufpreis beträgt etwa 145 Mio. Euro. Mit der Übernahme strebt Canopy Growth eine Führungsrolle im Markt für Vaporisatoren an und baut seine Präsenz in Europa aus. Die beiden Gründer, Markus Storz und Jürgen Bickel, werden die Entwicklung des Vaporisator-Geschäfts künftig in Führungspositionen unter dem Dach von Canopy Growth vorantreiben. Für die Weiterbeschäftigung der aktuellen Belegschaft wird garantiert.

Storz & Bickel mit Sitz in Tuttlingen ist ein Pionier in seiner Branche und weltweit einziger Hersteller zertifizierter Vaporisatoren, insbesondere des Volcano Medic und des Mighty Medic. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer automatisierten und international zertifizierten Fabrik entwickelt. Storz & Bickel hält 17 Patente, arbeitet nach DIN EN ISO 13485 und erfüllt damit alle Anforderungen zur Herstellung von medizinischen Produkten. Die Geräte des Unternehmens sind in Deutschland erstattungsfähig. Derzeit beschäftigt Storz & Bickel 95 Mitarbeiter und vertreibt Geräte in mehr als 50 Märkte weltweit.

Der Zusammenschluss mit Canopy Growth ermöglicht uns den nächsten wichtigen Entwicklungsschritt. Der Zugang zu umfangreichen Testlabors sowie zu pharmazeutischem und medizinisch-wissenschaftlichem Know-how eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Produktentwicklung“, sagt Jürgen Bickel, geschäftsführender Gesellschafter bei Storz & Bickel. „Ich freue mich darauf, diese Entwicklung führend mitzugestalten und voranzutreiben. Davon werden nicht nur Kunden weltweit, sondern auch der Standort in Tuttlingen und unsere Mitarbeiter profitieren, denn der Zusammenschuss bringt neue Wachstumsstrategien und internationale Expansionsmöglichkeiten mit sich.“

Mit der Übernahme stärkt Canopy Growth seine europäischen Aktivitäten mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Dort ist auch das deutsche Tochterunternehmen Spektrum Cannabis GmbH angesiedelt, das medizinisches Cannabis aus Kanada importiert und an rund 2000 Apotheken in Deutschland und anderen europäischen Märkten distribuiert. Spektrum Cannabis ist GMP-zertifiziert, verfügt über die bisher einzige Herstellerlizenz in Deutschland und operiert unter entsprechend strengen Richtlinien. „Die Übernahme von Storz & Bickel hat herausragende Bedeutung für uns“, sagt Bruce Linton, Chairman von Canopy Growth. „Sie entwickeln die leistungsstärksten, hochwertigsten und angesehensten Produkte im globalen Markt und werden unsere bestehenden Aktivitäten in diesem Bereich deutlich beschleunigen. Die Zusammenführung des Know-hows beider Unternehmen wird neue Produkte ermöglichen, die Maßstäbe in Bezug auf Qualität, Funktionalität und Verbrauchersicherheit setzen werden.“

Über Canopy Growth Corporation

Canopy Growth, kanadische Muttergesellschaft von Spektrum Cannabis, baut in hochmodernen, GMP-zertifizierten Gewächshäusern Cannabisblüten an und ist der weltweit größte Hersteller und Vertreiber von medizinischem Cannabis. Durch standardisierten Anbau und Ernte wird die nachhaltige Versorgung von Patienten mit qualitativ hochwertigem medizinischem Cannabis gewährleistet. Außerdem unterstützt das Cannabisunternehmen innovative Forschung, um die Basis an klinischen Studienergebnissen kontinuierlich zu erweitern. Canopy Growth teilt seine fachliche Expertise mit praktizierenden Ärzten und Apothekern und setzt sich von seinem Hauptsitz im kanadischen Smith Falls und seiner Europazentrale in Frankfurt am Main weltweit für die Akzeptanz von Cannabis ein.

Presseportal, 6.12.2018

Milliardeneinnahmen durch legales Cannabis

Milliardeneinnahmen durch legales Cannabis

In Kanada gibt es ab Mitte Oktober legales Cannabis zu kaufen. Was würde eine Freigabe für die deutsche Volkswirtschaft bedeuten? Einer Studie zufolge könnte die Staatskasse ein Milliardenplus verbuchen.

Justin Trudeau – der kanadische Premierminister ist Meister der Selbstinszenierung, Politpopstar und, spätestens seitdem er jüngst eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen umsetzte, auch Held der Kiffer. Ab Mitte Oktober wird es in Kanada legales Cannabis zu kaufen geben, alle Volljährigen dürfen dann straffrei kleinere Mengen davon besitzen und konsumieren. Auch der Anbau von bis zu vier Cannabispflanzen ist dann legal. Die letzte parlamentarische Hürde dafür wurde im Juni überwunden. Kanada ist die erste G7-Nation, die diesen Schritt geht und sich mit Uruguay, Südafrika und insgesamt neun US-Bundesstaaten in eine Reihe stellt. Sie alle verabschiedeten sich in den vergangenen sechs Jahren von der Cannabis-Prohibition.

Das Thema Cannabis beschäftigt auch in Deutschland viele Menschen. Knapp 80.000 Bundesbürger unterzeichneten im vergangenen Jahr eine Initiative zur Legalisierung – unter insgesamt 11.000 Bürgeranliegen die mit Abstand erfolgreichste Petition 2017.

Wie sehr Deutschland finanziell davon profitieren könnte, Cannabis zu legalisieren, ermittelt derzeit Justus Haucap, Ökonom an der Universität Düsseldorf und ehemaliger Vorsitzender der Monopolkommission. Für den Deutschen Hanfverband (DHV) fertigt er die erste breitangelegte deutsche Cannabis-Studie an.

Es geht grundsätzlich um drei Felder, die dem hiesigen Fiskus im Falle einer Cannabisfreigabe Geld in die Kassen spülen würden:

  • Steuereinnahmen,
  • wegfallende Repressionskosten
  • und ein lukrativer Wirtschaftszweig, der aus dem ohnehin schon florierenden Schwarzmarkt entstünde.

Im November sollen die Studienergebnisse veröffentlicht werden, im Gespräch nennt Haucap aber schon jetzt zentrale Erkenntnisse.

Zitat aus dem Artikel von Felix Sommerfeld in Spiegel online, 24.9.2018

Kanada legalisiert Cannabis

Kanada legalisiert Cannabis

Schon im Wahlkampf hatte Justin Trudeau die Legalisierung von Cannabis in Kanada versprochen. Dann dauerte es doch länger als geplant – aber jetzt ist die letzte parlamentarische Hürde überwunden.

Als erstes führendes Industrieland der Welt hat Kanada den Anbau und Verkauf von Cannabis legalisiert. Der Senat des flächenmäßig zweitgrößten Landes der Erde stimmte am Dienstagabend in letzter Lesung dem Gesetz zu. 52 Senatoren stimmten dafür, 29 dagegen. „Es war zu einfach für unsere Kinder, Marihuana zu bekommen – und für Kriminelle, die Profite davon einzusacken. Heute ändern wir das“, schrieb Kanadas liberaler Premierminister Justin Trudeau beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Spiegel online, 20.6.2018

Cannabis sorgt für neue Perspektiven

Cannabis sorgt für neue Perspektiven

In der kanadischen Kleinstadt Smith Falls wurde lange Schokolade produziert. Dann schloss der Hersteller das Werk. Nun wird dort Hanf angebaut, dank der Expansion von Canopy Growth.

In rund 30 Hallen wachsen auf rund 17.000 Quadratmetern Fläche Tausende Cannabispflanzen. Bald soll die Anbaufläche allein in Smith Falls doppelt so groß sein. Insgesamt hat das Holdingunternehmen Canopy mit seinen mehr als ein Dutzend Tochterunternehmen bereits rund 100.000 Quadratmeter lizenzierte Anbaufläche, das entspricht mehr als 14 Fußballfeldern. Canopy ist unter anderem Lieferant der deutschen Importfirma Spektrum Cannabis aus St. Leon- Rot.

Handelsblatt 10.03.2018